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Maximum oder Optimum im Sport? Ist mehr wirklich mehr? Was solltest du anstreben?

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Richard Staudner

“No Pain no Gain!”

“I am not finished when I am tired, I am finished when I am done!”

Wir kennen sie alle, die starken Sprüche aus der Fitness Szene! Sie gehen uns leichter über die Lippen, als sie in der Realität umsetzbar sind. Zumindest langfristig. 

Nicht viel anders wird oft im Leistungssport etwas nahezu unmögliches von Sportler:innen verlangt. 

“Jetzt musst du 110% geben!” oder “Du musst an das Maximum gehen!” heißt es da. 

Aber die Frage ist, wie oft können wir das langfristig leisten. Am Beispiel Fußball, einem Sport mit nahezu wöchentlichen Wettkämpfen, sehen wir, dass es unmöglich ist immer an das Maximum zu gehen. Die Folgen einer übermotivierten Trainings- und Wettkampfsteuerung sind im besten Fall Übertraining. Leider sind es aber auch viel zu oft Verletzungen, die Sportler:innen für oft lange Zeiten aus dem Spiel nehmen. 

Die wichtigste Erkenntnis meiner Laufbahn als Performance Coach in Leistungssport war, dass mehr nicht mehr ist. Es ist sogar das Gegenteil. Weniger ist mehr. 

Oft beschäftige ich mich eher damit, wo ich reduzieren kann. Beispielsweise an Intensität oder Trainingshäufigkeit. Insbesondere in einem Trainingslager. 

Wer im Leistungssport mit dem Maximum-Prinzip arbeitet, fährt irgendwann zwangsweise gegen die Wand. Denn wir vergessen oft die Notwendigkeit guter Erholung, Zeit zur kognitiven Verarbeitung von koordinativen Trainings und einfach die individuelle biologische Belastungsfähigkeit. Viele von uns kennen das Modell der Superkompensation. Wenn ich zu früh wieder in die Belastung gehe, kommt es zu einer Stagnation oder rückläufigen Entwicklung. Aber halten wir uns wirklich immer daran? 

Wir sollten vor allem immer das BIG PICTURE sehen. Dafür gibt es eine Jahresplanung, oder Wochenplanung oder Camp-Planung. Dies gibt mir die Möglichkeit, bereits im Voraus auf eine Überbelastung zu reagieren. Das Ego des Trainerstabes oder der Sportler:innen, hat in Planung und Umsetzung nichts verloren. 

Optimale Belastung, oder besser individuelle optimale Belastung, sollte das Ziel jeder Trainingsplanung für maximale Wettkampfergebnisse sein. Ja hier passt das Wort. 

Nur wer optimal arbeitet, garantiert langfristig Erfolg. Mit einem Minimum an Verletzungsrisiko und auch einem Auge auf die Zeit nach der Profikarriere. 

Sportliche Grüße

Richard Staudner
The Optimizer

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