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Vor rund 100 Jahren lag die durchschnittliche Lebenserwartung in Österreich bei gerade einmal 55 bis 59 Jahren. [1] Ein Menschenleben, das aus heutiger Sicht erschreckend kurz erscheint.
Doch dank medizinischer Fortschritte, besserer Hygiene und verbesserter Lebensbedingungen hat sich diese Zahl nahezu verdoppelt – manche von uns erreichen heute ein Alter von über 90 Jahren. Ein beeindruckender Erfolg der modernen Wissenschaft. Und dennoch stehen wir vor einem paradoxen Problem: Während wir länger leben, verbringen viele die letzten 10 bis 20 Jahre mit gesundheitlichen Einschränkungen, chronischen Erkrankungen oder eingeschränkter Lebensqualität.
Genau hier setzt Longevity an – die Wissenschaft der Langlebigkeit. Sie verfolgt einen evidenzbasierten Ansatz, um nicht nur das Leben zu verlängern, sondern vor allem die gesunden, leistungsfähigen Jahre zu maximieren. Denn wahre Lebensqualität bedeutet nicht nur, lange zu leben, sondern auch vital, voller Energie und unabhängig zu bleiben.
Quantität vs Qualität – Lebensspanne vs Gesundheitsspanne
Die bloße Erhöhung der Lebenserwartung ist nicht das primäre Ziel von Longevity. Vielmehr geht es darum, die „Gesundheitsspanne“ – also die Jahre in Gesundheit – zu maximieren.
Ein Beispiel macht den Unterschied deutlich:
Karl | Anita | |
Lebensalter | 95 Jahre | 85 Jahre |
Gesunde Jahre | 75 Jahre | 83 Jahre |
Zeit mit Einschränkungen | 20 Jahre mit chronischen Krankheiten | 2 Jahre im Rollstuhl |
Qualität der Lebensjahre | Deutlich reduzierte Lebensqualität im letzten Lebensabschnitt | Aktiv und selbstständig bis kurz vor Lebensende |
Die reine Lebensdauer sagt also wenig über die tatsächliche Lebensqualität aus. Moderne Longevity-Ansätze zielen darauf ab:
- Die gesunden Jahre zu verlängern
- Alterungsbedingte Einschränkungen hinauszuzögern
- Körperliche und geistige Autonomie zu erhalten
- Chronische Krankheiten zu vermeiden
Dabei basiert Longevity auf drei Kernprinzipien:
- Medizinische Prävention statt Behandlung
- Personalisierung der Maßnahmen
- Proaktives Gesundheitsmanagement
Wie alt werden wir im Durchschnitt in Österreich?
Die aktuelle Datenlage zeigt interessante Unterschiede in der Lebenserwartung:
Geschlecht | Lebenserwartung |
Männer | 79,4 Jahre |
Frauen | 84,2 Jahre |
[2]
Der Vorsprung der Frauen lässt sich auf mehrere Faktoren zurückführen:
- Protektive Wirkung weiblicher Hormone
- Durchschnittlich gesünderer Lebensstil
- Geringere Risikobereitschaft
- Körpergröße
- Häufigere Vorsorgeuntersuchungen [3]
Allerdings zeigt der internationale Vergleich, dass ein hoher Lebensstandard nicht automatisch mit hoher Lebenserwartung einhergeht. Die USA beispielsweise verzeichnen trotz fortschrittlicher Medizin eine niedrigere durchschnittliche Lebenserwartung als viele andere Industrieländer:
Besonders besorgniserregend: In manchen westlichen Ländern sinkt die Lebenserwartung aktuell sogar wieder. Das ist ein erschreckendes Zeugnis. Hauptgründe dafür sind:
- Bewegungsmangel [4]
- Ungesunde Ernährungsgewohnheiten
- Umweltbelastungen
- Chronischer Stress [5]

Wieso gerade jetzt eine Longevity-Wende?
Die Longevity-Bewegung erlebt derzeit einen regelrechten Boom – und das aus gutem Grund. Technologische Durchbrüche und neue wissenschaftliche Erkenntnisse revolutionieren unser Verständnis vom Altern.
Medizinische Fortschritte:
- DNA-Sequenzierungen werden immer günstiger
- Präzise Biomarker-Tests für frühzeitige Gesundheitseinblicke
- KI-gestützte Diagnostik mit höherer Genauigkeit
- Personalisierte Therapieansätze basierend auf genetischen Profilen
Die Digitalisierung der Medizin bringt entscheidende Vorteile:
Nutzen | Auswirkung | |
Telemedizin | Ortsunabhängige Beratung | Auch Menschen in abgelegenen Gebieten erhalten Zugang zu Spezialisten |
KI-Diagnostik | Schnellere Erkennung von Anomalien | Frühere Behandlung möglich |
Digital Health Apps | Kontinuierliches Gesundheitsmonitoring | Prävention statt Reaktion |
Vernetzte Gesundheitsdaten | Besserer Informationsaustausch | Effizientere Behandlung |
Besonders die künstliche Intelligenz revolutioniert das Gesundheitswesen
- Analysiert tausende medizinische Bilder in Sekundenschnelle
- Erkennt Muster, die dem menschlichen Auge entgehen
- Arbeitet ohne Ermüdungserscheinungen
- Reduziert Fehlerquoten bei der Diagnose
- Unterstützt Ärzte bei der Entscheidungsfindung
Ein interessantes Beispiel für die Präzision von KI in der Medizin zeigt eine Studie zur Hautkrebserkennung, die Dermatologen mit künstlicher Intelligenz verglich.
Die Ergebnisse waren total spannend:
- Während die Ärzte bei reiner Bildanalyse etwa 87% der bösartigen Melanome erkannten, identifizierte die KI ganze 95% der Fälle korrekt.
- Selbst nachdem die Dermatologen zusätzliche Patienteninformationen wie Alter, Geschlecht und Position der Läsion erhielten, stieg ihre Trefferquote nur leicht auf 89% – immer noch unter dem Niveau der KI-gestützten Analyse.
- Bei der Erkennung gutartiger Muttermale lag die Genauigkeit beider Methoden bei etwa 71%. [6]
Mehr Gesundheitsbewusstsein durch digitale Begleiter
Die zunehmende Verbreitung von Smartwatches und Fitness-Trackern revolutioniert nicht nur die Art, wie wir unsere Gesundheit überwachen, sondern verändert auch grundlegend unser Verständnis vom Altern.
Diese Technologien machen abstrakte Gesundheitskonzepte greifbar und zeigen uns direkt, wie sich unser Lebensstil auf unseren Körper auswirkt.
Beliebte Alltagsparamater:
- Herzratenvariabilität (HRV)
- Zeigt Stressbelastung und Erholung
- Gibt Aufschluss über die autonome Nervensystemfunktion
- Hilft bei der Optimierung von Training und Regeneration
- Schlafqualität
- Verschiedene Schlafphasen
- Aufwachphasen
- Atmungsmuster
- Regenerationsqualität
- Aktivitätsmuster
- Tägliche Schritte
- Bewegungsintensität
- Sitzzeiten
- Calorie consumption
Diese kontinuierliche Datenerfassung führt zu drei wesentlichen Veränderungen:
- Unmittelbares Feedback: Du siehst sofort, wie sich eine durchwachte Nacht auf deine HRV auswirkt oder wie ein entspannter Spaziergang deine Stresswerte verbessert.
- Langzeit-Trends: Die Auswertung über Wochen und Monate macht langfristige Entwicklungen sichtbar und motiviert zu nachhaltigen Verhaltensänderungen.
- Personalisierte Einsichten: Jeder Körper reagiert anders – die Daten helfen dir, deine individuellen Muster zu erkennen und entsprechend zu handeln.
Dieser datenbasierte Ansatz kann unsere Perspektive vom passiven Altern hin zu aktivem Gesundheitsmanagement transformieren. Wir sehen, dass unsere täglichen Entscheidungen messbare Auswirkungen haben und das biologische Alter kein unveränderliches Schicksal ist.
Ein Praxisbeispiel: Nach einem stressigen Tag zeigt dir deine Smartwatch eine niedrige HRV. Du erkennst den Zusammenhang zwischen Stress und Körperfunktionen und kannst gegensteuern – etwa durch Meditation oder einen Waldspaziergang. Die positiven Effekte dieser Maßnahmen werden direkt in den Daten sichtbar.
Diese Form der Selbstbeobachtung schafft ein neues Verständnis für die Zusammenhänge zwischen Lebensstil und Gesundheit.

Longevity-Herausforderungen unseres modernen Lebensstils
Bewegungsmangel am Arbeitsplatz
Unsere Vorfahren bewegten sich täglich bis zu 15 Kilometer – heute schaffen viele keine 3.000 Schritte. Der moderne Büroalltag zwingt uns zu stundenlangem Sitzen. Diese Bewegungsarmut führt nicht nur zu Haltungsschäden, sondern beeinträchtigt auch unseren Stoffwechsel und die kardiovaskuläre Gesundheit massiv. [7]
Ständige digitale Verfügbarkeit
Smartphones und permanente Online-Präsenz verwischen die Grenzen zwischen Arbeit und Erholung. Die dauerhafte Erreichbarkeit und der endlose Nachrichtenstrom halten unser Nervensystem in ständiger Alarmbereitschaft. Dieser „Always-On“-Modus verhindert echte Regeneration und beschleunigt zelluläre Alterungsprozesse.
Gestörte Schlafrhythmen
Künstliches Blaulicht, spätes Essen und unregelmäßige Schlafenszeiten stören unseren circadianen Rhythmus. Ein gestörter Schlaf-Wach-Zyklus beeinträchtigt nicht nur unsere Regeneration, sondern auch wichtige Reparaturprozesse im Körper, die bevorzugt nachts stattfinden.
Nährstoffarme Ernährung
Trotz Überfluss leiden viele an verstecktem Nährstoffmangel. Hochverarbeitete Lebensmittel, Fast Food und hastig eingenommene Mahlzeiten führen zu einer paradoxen Situation: Überernährung bei gleichzeitigem Mangel an essentiellen Mikronährstoffen.
Chronische Entzündungsprozesse
Stress, Umweltgifte und ungesunde Ernährung fördern unterschwellige Entzündungen im Körper. Diese „Silent Inflammation“ beschleunigt Alterungsprozesse und begünstigt die Entstehung vieler chronischer Erkrankungen.
Toxische Umweltbelastungen
Unser Körper ist täglich einer Vielzahl künstlicher Chemikalien ausgesetzt. Luftverschmutzung, Mikroplastik, Pestizide und andere Umweltgifte belasten unsere Entgiftungssysteme und können zelluläre Schäden verursachen.
Informationsüberflutung
Die tägliche Flut an Nachrichten, E-Mails und sozialen Medien überfordert unser Gehirn. Diese kognitive Überlastung führt zu Konzentrationsschwächen, erhöhtem Stresslevel und mentaler Erschöpfung.
Sozialer Stress
Ständiger Vergleich in sozialen Medien, hohe Leistungserwartungen und die Angst, etwas zu verpassen, erzeugen psychischen Druck. Dieser soziale Stress aktiviert Stresshormone und kann langfristig das Immunsystem schwächen.
Mangelnde Regenerationszeiten
Zwischen Arbeit, Familie und Freizeitstress fehlen echte Erholungsphasen. Der Körper braucht aber regelmäßige Regenerationszeiten für Reparatur- und Erneuerungsprozesse. Fehlen diese, beschleunigt sich der Alterungsprozess.
Verlust natürlicher Bewegungsmuster
Einseitige Bewegungen und unnatürliche Haltungen prägen unseren Alltag. Dem Körper fehlen die vielfältigen Bewegungsreize, die für gesunde Gelenke, starke Muskeln und ein funktionierendes Fasziensystem wichtig sind.
Gibt es echte Vorbilder für Langlebigkeit?

Die sogenannten Blue Zones sind Regionen auf der Welt, in denen Menschen nicht nur überdurchschnittlich alt werden, sondern auch bis ins hohe Alter gesund und vital bleiben. Diese Zonen gelten als Vorbilder für Langlebigkeit, da sie eine außergewöhnlich hohe Anzahl an Hundertjährigen aufweisen.
Diese faszinierenden Orte findet man von Japan bis Costa Rica:
Bekannt für | Einige besondere Merkmale | |
Okinawa | Höchste Anzahl an Hundertjährigen | Viel Gemüse in der Ernährung, tägliche Meditation, Starke Sinn im Leben, Soziale Verbindungen. |
Sardinien | Viele aktive 90-Jährige | Mediterraner Lebensstil, starke familiäre Bindung |
Nicoya | Niedrigste Krebsraten | Natürliche Ernährung, viel körperliche Arbeit |
Ikaria | Kaum Demenzerkrankungen | Mediterraner Lebensstil, Mittagsschlaf, stressfreies Leben |
Loma Linda | Gesunde Adventisten-Gemeinde | Alkoholverzicht, starke soziale Bindungen, Spiritualität; |
Die Menschen in diesen Regionen teilen bestimmte Lebensmuster:
Soziale Faktoren:
- Enge Familienbeziehungen
- Aktive Rolle in der Gemeinschaft
- Lebenslange Freundschaften
- Sinnstiftende Aufgaben bis ins hohe Alter
Bewegungsmuster:
- Natürliche, tägliche Bewegung
- Gartenarbeit
- Zu-Fuß-Gehen als Hauptfortbewegung
- Aktive Hausarbeit
Ernährungsgewohnheiten:
- Wenig verarbeitetes Essen, viel frisches Obst und Gemüse
- Moderate Portionsgrößen
- Gemeinsame Mahlzeiten
- Lokale, saisonale Produkte
Das Fazit der Blue-Zones-Forschung ist eindeutig:
Nicht einzelne „Wundermittel“ führen zu einem langen, gesunden Leben, sondern ein ganzheitlicher Lebensstil. [8]
Die gute Nachricht: Viele dieser Gewohnheiten lassen sich auch in unseren modernen Alltag integrieren – wenn wir bereit sind, bewusste Entscheidungen zu treffen.
Wie misst man Alter eigentlich?

Das Alter eines Menschen lässt sich auf verschiedene Arten bestimmen – und oft klaffen diese Messungen überraschend weit auseinander.
Chronologisches vs. Biologisches Alter
Definition | Aussagekraft | Umkehrbar? | |
Chronologisch | Vergangene Zeit seit Geburt | Begrenzt – zeigt nur verstrichene Zeit | Nein |
Biologisch | Tatsächlicher Zustand der Körperzellen | Hoch – spiegelt realen Gesundheitszustand | abhängig von der Messmethode |
Zellbasierte Marker
Die DNA-Methylierung ist wie ein chemischer Fingerabdruck, der zeigt, wie stark unsere Gene genutzt werden. Diese „epigenetische Uhr“ verrät sehr präzise unser biologisches Alter. [9]
Die Telomere sind wie kleine Schutzkappen am Ende unserer Chromosomen – vergleichbar mit den Plastikkappen an Schnürsenkeln. Bei jeder Zellteilung werden sie etwas kürzer. Je kürzer die Telomere, desto „älter“ die Zelle.
Unsere Mitochondrien sind die Kraftwerke der Zellen. Sie produzieren die Energie, die wir zum Leben brauchen. Mit zunehmendem Alter nimmt ihre Funktion ab – ähnlich wie eine alte Batterie weniger Leistung bringt.
Seneszente Zellen sind wie „Rentner-Zellen“ – sie teilen sich nicht mehr und können sogar andere Zellen negativ beeinflussen. Je mehr dieser gealterten Zellen vorhanden sind, desto höher das biologische Alter.
Stoffwechselmarker
Die Insulinsensitivität zeigt, wie gut deine Zellen auf das Hormon Insulin reagieren. Je schlechter die Reaktion, desto höher das biologische Alter. Denk an ein Schloss (Zelle), das sich immer schwerer mit dem Schlüssel (Insulin) öffnen lässt.
Entzündungswerte wie CRP und IL-6 sind wie ein Feueralarm im Körper. Chronische Entzündungen beschleunigen den Alterungsprozess – je höher diese Werte, desto „älter“ der Körper.
Das Hormonprofil umfasst wichtige Botenstoffe wie Testosteron, Östrogen und Wachstumshormone. Mit dem Alter sinken diese Werte natürlich – aber zu niedrige Werte können auf vorzeitige Alterung hinweisen.
Oxidativer Stress entsteht, wenn freie Radikale (aggressive Moleküle) unsere Zellen schädigen – wie Rost bei einem Auto. Je höher der oxidative Stress, desto schneller altert der Körper.
Funktionelle Tests
Die Handgriffkraft ist ein überraschend aussagekräftiger Test. Sie zeigt nicht nur die Muskelkraft, sondern lässt auch Rückschlüsse auf die allgemeine Gesundheit und Lebenserwartung zu. [10]
Das Gleichgewicht ist ein komplexes Zusammenspiel von Nervensystem, Muskeln und Gelenken. Eine Verschlechterung kann auf beschleunigte Alterungsprozesse hinweisen.
Die Reaktionsgeschwindigkeit misst, wie schnell dein Gehirn und Nervensystem auf Reize reagieren können. Mit dem Alter wird diese Reaktion langsamer – aber starke Abweichungen können auf vorzeitige Alterung hindeuten.
Die Gedächtnisleistung, besonders das Kurzzeitgedächtnis, gibt Aufschluss über die kognitive Fitness. Regelmäßige Tests können frühe Anzeichen von altersbedingtem kognitiven Abbau aufdecken.
Von all diesen Parametern scheint die DNA-Methylierung am aussagekräftigsten zu sein und erfreut sich daher an besonderer Beliebtheit.
Was ist Epigenetik?
Die Epigenetik ist wie ein molekularer Schalter für unsere Gene. Sie bestimmt, welche Gene aktiv oder inaktiv sind – ohne dabei die DNA-Sequenz selbst zu verändern. Stell dir deine Gene wie ein großes Klavierstück vor: Die DNA ist die Partitur, aber die Epigenetik entscheidet, welche Tasten tatsächlich gespielt werden.
- Gene können „an-“ oder „ausgeschaltet“ werden
- Diese Veränderungen sind reversibel
- Lebensstil beeinflusst diese Schalter
- Vererbbar an nächste Generation [11]
Kurzgesagt: Wir sind unserer Genetik nicht schutzlos ausgeliefert, sondern können sie aktiv beeinflussen. Zudem könnten auch unsere Nachkommen von unseren positiven Veränderungen profitieren.
Meine 5 Tipps zum Loslegen
1. Die Low Hanging Fruits pflücken
Low Hanging Fruits bedeutet, dass du mit den einfachsten Veränderungen startest, die die größte Wirkung versprechen. Das sind oft kleine Anpassungen in deiner täglichen Routine, die kaum Überwindung kosten, aber einen messbaren Effekt haben. In der Regel betreffen diese Maßnahmen, die die folgenden 4 Säulen eines gesunden ausgeglichenen Lebens betreffen:
- Nutrition
- Bewegung
- Stress-Management
- Sleep
2. Kleine Gewohnheiten mit großer Wirkung
Konzentriere dich auf „Keystone Habits“ – Gewohnheiten, die positive Kettenreaktionen auslösen.
Morgensport im Freien zum Beispiel führt oft automatisch zu besserer Ernährung, mehr Wassertrinken, bewussterem Stressmanagement und evtl. erhöhter Vitamin-D-Produktion
3. Realistische Ziele setzen
Statt „Ab Montag mache ich täglich 10.000 Schritte und gehe um 6 Uhr joggen!“, hier ein realistischer 12-Wochen-Plan am Beispiel „mehr Bewegung“:
Woche 1-2:
- Start mit 5.000 Schritten/Tag
- Eine Haltestelle früher aussteigen
Woche 3-4:
- 7.000 Schritte/Tag
- Treppe statt Aufzug
- Einen Telefonanruf pro Tag im Gehen
Woche 5-6:
- Schritte auf 9.000 steigern
- Zweimal pro Woche 15 Min. Frühjoggen
4. Nachhaltige Veränderungen sichern
Nachhaltige Veränderungen entstehen durch Systeme, nicht durch Willenskraft. Schaffe dir eine Umgebung, die gesunde Entscheidungen erleichtert:
- Sportkleidung abends bereit legen
- Gesunde Mahlzeiten vorkochen
- Meditationsecke einrichten
- Termine mit dir selbst im Kalender blocken
5. Daten nutzen als Motivationsturbo
Tracking kann ein mächtiges Werkzeug sein, um Fortschritte sichtbar zu machen und die Motivation hochzuhalten. Experimentiere mit verschiedenen Methoden:
Digitale Tools:
- Fitness-Tracker für Bewegung und Schlaf
- Ernährungs-Apps
- Meditations-Apps mit Statistiken
- HRV-Messungen
Analoge Methoden:
- Habit Tracker
- Stimmungstagebuch
- Wöchentliche Reflexionsnotizen
Das Wichtigste dabei: Finde deinen persönlichen Weg. Manche Menschen lieben detailliertes Tracking und ziehen daraus Motivation, anderen reicht ein einfaches Häkchen im Kalender. Experimentiere und bleibe bei dem, was dir Freude macht und dich weiterbringt.
Conclusion
Longevity ist keine Zauberformel, sondern ein potenzieller Weg zu mehr Gesundheit und Vitalität.
Das Beste daran: Du musst nicht dein ganzes Leben umkrempeln.
Kleine, konstante Veränderungen in den Bereichen Ernährung, Bewegung, Stress und Schlaf können bereits große Wirkung zeigen.
Der ideale Zeitpunkt zum Starten ist jetzt. Denn jeder Tag, an dem du dich um deine Gesundheit kümmerst, ist eine Investition in deine Zukunft.
Bleib gesund und voller Energie,
Der Optimizer – Richard Staudner
Mehr Performance? Fühlst du, dass da noch mehr geht, oder bist du regelmäßig am Limit und deine Energie reicht kaum aus? Das muss nicht sein! Mit optimierter Gesundheit und Fitness kannst du dein volles Potenzial entfalten. Ich zeige dir, wie du das schaffst! Mehr Infos auf www.richardstaudner.at/performance-club
Weniger Stress? Besorg dir auf Amazon mein Buch “Drück mal Pause”! Darin erkläre ich, wie Stress entsteht, was er für gesundheitliche Folgen hat und wie du ihn kontrollieren und sogar nutzen kannst.
Mehr Biohacking & Longevity? In meinem Blog auf www.richardstaudner.at und im Rich Headroom Podcast versorge ich dich jede Woche mit spannenden Themen rund um Biohacking und ein langes und gesundes Leben.
Bibliography:
- https://orf.at/stories/3104134/
- https://de.statista.com/statistik/daten/studie/18642/umfrage/lebenserwartung-in-oesterreich/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3104816/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC3395188/
- https://pmc.ncbi.nlm.nih.gov/articles/PMC5552071/
- https://www.esmo.org/newsroom/press-and-media-hub/esmo-media-releases/artificial-intelligence-skin-cancer-diagnosis
- https://www.statista.com/statistics/747380/daily-step-averages-select-countries-worldwide/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/30202288/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/27690265/
- https://pubmed.ncbi.nlm.nih.gov/31928183/
- https://www.ncbi.nlm.nih.gov/books/NBK532999/