Weizen vs. Buchweizen – Welches Getreide ist gesünder?

Bild von Richard Staudner
Richard Staudner

Der Optimizer

Weizen (als Vertreter der klassischen Getreide) und Buchweizen (als bekanntes Pseudogetreide) stehen häufig im Ruf, unterschiedlich gesund zu sein. Doch stimmt es, dass Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa oder Amaranth den herkömmlichen Getreidesorten überlegen sind? In diesem Artikel vergleichen wir Getreide und Pseudogetreide im Hinblick auf Nährstoffgehalt, Antinährstoffe (wie Phytinsäure, Lektine, Mykotoxine) sowie Gluten und klären, was das für Deine Gesundheit bedeutet. Alle Aussagen basieren auf wissenschaftlichen Quellen – und werden trotzdem so erklärt, dass Du sie leicht verstehen kannst.

Getreide vs. Pseudogetreide: Was ist der Unterschied?

Unter Getreide versteht man körnerbildende Gräser (Familie Poaceae) wie Weizen, Roggen, Gerste, Hafer, Reis oder Mais. Pseudogetreide hingegen sind Körner von bestimmten breitblättrigen Pflanzen (dicotyle Pflanzen), die kulinarisch wie Getreide verwendet werden, aber botanisch nicht zu den Gräsern gehören. Bekannte Beispiele sind Buchweizen (Familie Knöterichgewächse), Quinoa und Amaranth (beide Fuchsschwanzgewächse).

Trotz dieser botanischen Unterschiede ähneln Pseudogetreide den echten Getreiden in Verwendung und Nährwert. Sie liefern stärkehaltige Körner, die zu Mehl verarbeitet oder als Beilage gekocht werden können. Ein wichtiger praktischer Unterschied: Pseudogetreide sind glutenfrei. Sie enthalten kein Klebereiweiß wie Weizen, Roggen oder Gerste. Daher sind Buchweizen, Quinoa & Co. eine beliebte Alternative für Menschen mit Glutenunverträglichkeit oder Zöliakie. Buchweizenmehl wird z.B. in glutenfreien Backwaren oder Nudeln (Soba) eingesetzt, um Zöliakie-Betroffenen eine nährstoffreiche Option zu bieten.

Wichtig: Für gesunde Personen ohne Glutenproblematik sind auch klassische Vollkorngetreide nicht per se “ungesund”. Allerdings lohnt sich ein Blick darauf, wie sich die Nährstoffprofile und potenzielle problematische Inhaltsstoffe zwischen Getreide und Pseudogetreide unterscheiden – um einzuschätzen, was tatsächlich „gesünder“ ist.

Nährstoffprofil: Welches Getreide liefert mehr Makro- und Mikronährstoffe?

Betrachtet man den Nährstoffgehalt, zeigen sich einige Vorteile der Pseudogetreide gegenüber herkömmlichen Getreidesorten – insbesondere wenn man Vollkorn vergleicht. Moderne Ernährung ist oft reich an schnell verfügbaren Kohlenhydraten aus geschälten Getreideprodukten, was mit metabolischen Störungen in Verbindung gebracht wird. Pseudogetreide können hier eine bessere Nährstoffbilanz liefern. Studien berichten, dass Quinoa, Amaranth und Buchweizen mehr hochwertiges Eiweiß, Ballaststoffe, ungesunde Fette und bioaktive Substanzen enthalten als gängige Getreide wie Weizen oder Reis. Diese zusätzlichen Nährstoffe – z.B. Polyphenole und Phytosterine – werden mit vielfältigen Gesundheitsvorteilen in Verbindung gebracht, etwa cholesterinsenkender, entzündungshemmender, blutzuckersenkender und antikarzinogener Wirkung.

Eiweißgehalt in Getreide 

Der Proteingehalt liegt bei Vollkornweizen etwa bei 12–14%, ähnlich wie bei Buchweizen, Quinoa oder Amaranth (etwa 13–15% Protein). Jedoch ist die Qualität unterschiedlich: Weizenprotein enthält relativ wenig Lysin (eine essenzielle Aminosäure). Buckwheat & Co. punkten mit einem ausgewogeneren Aminosäuremuster und mehr Lysin. Tatsächlich gilt Quinoa als eine der wenigen pflanzlichen Quellen mit komplettem Aminosäureprofil (alle essenziellen Aminosäuren) – daher ihr Ruf als „Superfood“. Auch Buchweizenproteine haben einen hohen biologischen Wert und ähneln eher Hülensfrüchten-Proteinen; sie enthalten Albumine und Globuline statt große Mengen Gluten-Proteine. Studien bestätigen: Der Proteingehalt von Buchweizen kann je nach Sorte und Anbaubedingungen zwar schwanken, ist aber tendenziell höher als der von klassischen Getreiden. Zudem steigert der höhere Lysingehalt in Buchweizen die Verdaulichkeit und Wertigkeit des Proteins im Vergleich zu Weizenprotein. Das mag zwar interessant sein – doch Getreide sollte grundsätzlich nicht als Hauptquelle für Eiweiß betrachtet werden, sondern zählt eindeutig zu den Kohlenhydratlieferanten.

Fettsäuren in Getreide

Getreide sind generell keine Fettbomben. Doch Pseudogetreide enthalten oft etwas mehr Fett, und vor allem mehr ungesättigte Fettsäuren. Quinoa und Amaranth haben ca. 5–7% Fett im Korn, darunter wertvolle Omega-3-Vorstufen (α-Linolensäure). Leider ist die Bioverfügbarkeit dieser Stoffe aus pflanzlichen Quellen – wie auch bei Leinsamen oder Hanf – gering. Buchweizen hat mit ~3% zwar wenig Gesamtfett, aber davon sind rund 75–80% ungesättigte Fettsäuren, die Herz-Kreislauf-gesund gelten. Weizen (Vollkorn) enthält ca. 2–3% Fett, hauptsächlich im Keim, und hier dominieren Omega-6-Fettsäuren. Insgesamt liefern Pseudogetreide also etwas mehr „gute Fette“, wenn auch in moderaten Mengen.

Kohlenhydrate im Getreide

Alle diese Körner sind reich an Stärke (~60–70 % Kohlenhydrate). Entscheidend für die Wirkung auf den Körper ist jedoch nicht nur die Menge, sondern die Art der Kohlenhydrate: Auszugsmehle (z. B. Weißmehl) enthalten vor allem schnell verfügbare Stärke, die den Blutzucker rasch ansteigen lässt. Dagegen liefern Getreide-Vollkornprodukte und Pseudogetreide komplexe Kohlenhydrate, die langsamer verdaut werden. Das sorgt für eine gleichmäßigere Energieversorgung, eine geringere Insulinantwort und unterstützt die metabolische Gesundheit – insbesondere in Kombination mit Ballaststoffen.

Ballaststoffe im Getreide

Interessant sind aber die Ballaststoffe: Vollkornweizen enthält etwa 10–12g Ballaststoff pro 100g. Buchweizen kommt (in ungeschälter Form) auf ähnlich hohe Werte um 10g/100g, Quinoa und Amaranth etwas weniger (~7g/100g). Entscheidend ist, dass diese Ballaststoffe das Korn langsamer verdaulich machen und die Darmgesundheit fördern. Buchweizen zum Beispiel enthält einen nennenswerten Anteil resistenter Stärke, die prebiotisch wirkt. In einer Untersuchung hatte mit Buchweizen angereicherte Brotnudeln deutlich höheren Ballaststoffgehalt als reines Glutenfreibrot. Fazit: Vollkorn-Pseudogetreide stehen Vollkorngetreide in Sachen Ballaststoffe nicht nach – und übertreffen geschälte/Getreideprodukte deutlich.

Vitamine und Mineralstoffe im Getreide

Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth und Buchweizen sind klassische Nährstoffpakete. Im Vergleich zu herkömmlichem Getreide enthalten sie deutlich mehr Magnesium, Eisen, Zink und Kalzium – also genau jene Mineralstoffe, die für Energieproduktion, Blutbildung und Stoffwechselprozesse essenziell sind. Auch der Gehalt an Antioxidantien und sekundären Pflanzenstoffen ist bei Pseudogetreiden oft höher. Buchweizen liefert etwa das gefäßschützende Flavonoid Rutin, das in gängigen Getreidesorten kaum vorkommt. Während Vollkorngetreide ebenfalls B-Vitamine und wichtige Ballaststoffe liefert, bieten Pseudogetreide eine höhere Dichte an bioaktiven Mikronährstoffen – und das ganz ohne Gluten.

Nährstoff (pro 100g)Weizen (Vollkorn)QuinoaAmaranthBuchweizen
Magnesium (mg)130200250230
Eisen (mg)3.04.57.03.5
Zink (mg)2.53.13.02.6
Kalzium (mg)305015018
BesonderheitB-VitamineRutin, Polyphenolesehr hoher KalziumwertRutin, antioxidativ

Fazit zum Getreide-Nährstoffgehalt 

Im Nährstoffvergleich liegen Quinoa, Amaranth & Buchweizen klar vorn, insbesondere was Proteinqualität, Mikronährstoffe und sekundäre Pflanzenstoffe angeht. Normales Vollkorn-Getreide (z.B. Weizen) ist zwar ebenfalls gesund und liefert Ballaststoffe und B-Vitamine, doch Pseudogetreide bieten oft eine noch höhere Nährstoffdichte. Diese Vorteile zeigen sich natürlich vor allem, wenn man die Vollkornvarianten verzehrt; hoch ausgemahlene weiße Mehle – egal ob aus Weizen oder pseudogetreidigem Korn – verlieren viele dieser Nährstoffe.

Phytinsäure: Mineralstoffräuber in Körnern

Wer Getreide oder Hülsenfrüchte schon einmal eingeweicht hat, kennt vielleicht den Tipp, das Wasser wegzuschütten – Grund dafür ist die Phytinsäure (auch Phytat genannt). Phytinsäure ist ein Antinährstoff, der in den Randschichten und Keimen von Körnern vorkommt. In nahezu allen Getreiden, Pseudogetreiden, Hülsenfrüchten und Nüssen findet sich Phytinsäure, typischerweise in Konzentrationen von 1–5% des Gewichts.

Warum gilt Phytinsäure als „Mineralstoffräuber“? Im Darm bindet sie positiv geladene Mineralien wie Eisen, Zink, Magnesium und Kalzium zu unlöslichen Komplexen (Phytaten), die schlecht aufgenommen werden. Dadurch sinkt die Bioverfügbarkeit – besonders in pflanzenbetonten Ernährungsformen kann das problematisch sein. So enthalten Vollkornprodukte zwar reichlich Eisen und Zink, doch ein großer Teil bleibt wegen des Phytins ungenutzt. Bei vegetarischer oder veganer Ernährung – mit wenig tierischem Eisen und hohem Anteil an phytinreichen Lebensmitteln (z. B. Hülsenfrüchte, Nüsse, Getreide) – entsteht ein doppelter Nachteil: geringere Zufuhr und gleichzeitig schlechtere Verwertung.

Ist Pseudogetreide hier im Vorteil? Nicht unbedingt – auch Buchweizen, Quinoa und Amaranth enthalten Phytinsäure, teils in vergleichbarer Menge wie Getreide. Buchweizen gilt sogar als phytinreich, und Quinoa enthält ebenfalls mehrere Gramm Phytat pro 100 g. In Studien zeigte Quinoamehl teils höhere Phytinsäurewerte als bestimmte Weizenmehle – allerdings auch mehr Mineralstoffe. Das heißt: Ohne entsprechende Verarbeitung sind diese Nährstoffe nur begrenzt verfügbar, da das Phytat sie teilweise bindet.

Die gute Nachricht: Phytinsäure lässt sich durch traditionelle Methoden deutlich reduzieren. Einweichen, Keimen und besonders Fermentation (z. B. Sauerteig) aktivieren Phytasen – körpereigene Enzyme oder solche von Mikroorganismen, die Phytat abbauen. Studien zeigen: Keimen kann den Phytinsäuregehalt von Pseudogetreiden um bis zu 70 % senken. Besonders Sauerteigbrot ist ein gutes Beispiel: Die Milchsäurebakterien fermentieren den Teig und verbessern so die Mineralstoffverfügbarkeit. Auch in der glutenfreien Backwelt nutzt man diesen Effekt gezielt – etwa durch fermentierte Teige aus Quinoa, Amaranth oder Buchweizen. Gerade bei Buchweizen findet man oft Produkte aus gekeimtem Mehl.

Fazit zu Phytinsäure

Sowohl Vollkorngetreide als auch Pseudogetreide enthalten relevante Mengen Phytinsäure, die unbehandelt die Mineralstoffaufnahme hemmen kann. Ein Vorteil der Pseudogetreide ist, dass sie häufig traditionell eingeweicht oder fermentiert werden (z. B. Quinoa spülen, Buchweizen einweichen), was den Phytatgehalt senkt. Auch bei klassischem Vollkorn hilft Sauerteigführung oder Keimung. Phytinsäure gilt zwar als Antinährstoff, wirkt aber in moderaten Mengen auch antioxidativ und könnte vor Darmkrebs schützen. In einer ausgewogenen Ernährung mit vielfältiger Zubereitung stellt sie selten ein Problem dar – kritisch wird es nur bei einseitigem, ungekeimtem Körnerkonsum und gleichzeitig niedrigem Mineralstoffstatus.

Lektine: Pflanzliche Abwehrstoffe und ihre Wirkung

In den letzten Jahren haben Lektine einen schlechten Ruf in einigen Ernährungsbüchern (Stichwort „Plant Paradox“). Lektine sind pflanzliche Proteine, die an bestimmte Kohlenhydrate binden. Sie dienen den Pflanzen als Abwehrstoffe gegen Fraßfeinde (z.B. Insekten) oder Parasiten. Viele Lektine können rote Blutkörperchen verklumpen (agglutinieren) – daher der Name (von lat. legere, binden/lesen).

Wo kommen Lektine vor? Kurz gesagt: nahezu überall in der Pflanzenwelt. Besonders bekannt sind Lektine in rohen Bohnen (Phasin in Kidneybohnen, das roh stark giftig ist) und in Getreidekeimen. In Weizen ist das Hauptlektin das Wheat Germ Agglutinin (WGA), auf Deutsch Weizenkeimagglutinin. WGA konzentriert sich im Weizenkeimling (dort bis 0,3–0,5% des Gewichts). Seine biologische Rolle: Schutz des Samens vor Schädlingen und möglicherweise Regulation des Keimvorgangs.

Problematisch wird es für uns, weil Lektine wie WGA in der Nahrung gewisse negative Wirkungen zeigen können. WGA und Co. können an Darmzellen binden und die natürliche Barriere schwächen – es gibt Hinweise, dass WGA die Darmdurchlässigkeit erhöht (Stichwort „leaky gut“). Im Laborversuch stimuliert WGA Immunzellen: Es fördert die Ausschüttung entzündlicher Botenstoffe (z.B. Interleukine, TNF-α) durch Darmmastzellen, Neutrophile und Makrophagen. In Tierstudien führte hohe WGA-Zufuhr zu Veränderungen im Darm (Verdickung der Darmwand) und zu vergrößerten Bauchspeicheldrüsen. Kurz gesagt, isoliertes WGA kann Entzündungsreaktionen anheizen und die Schleimhaut reizen. Interessanterweise wurden bei Zöliakie-Patienten erhöhte Antikörper gegen WGA gefunden, was auf Beteiligung an der Krankheitsentstehung hindeuten könnte – allerdings ist Gluten der Hauptauslöser, nicht WGA. 

Und was ist mit Pseudogetreide? Die gute Nachricht: Buchweizen, Quinoa und Amaranth enthalten kein WGA, denn sie sind ja kein Weizen. Das speziell problematische Weizenlektin entfällt also. Pseudogetreide haben jedoch eigene Lektine – schließlich nutzen auch diese Pflanzen Lektine als Abwehr. Über die spezifischen Lektine in Quinoa oder Buchweizen ist weniger publiziert als über WGA. Bekannt ist, dass rohe Quinoa Saponine in der Samenschale besitzt (bittere Stoffe mit ebenfalls antinutritiver Wirkung, allerdings keine Lektine im engen Sinne). Diese Saponine können durch Waschen entfernt werden. Buchweizen enthält Lektine in seinen Samen, die aber offensichtlich weniger toxisch sind als z.B. Bohnenlektine – tatsächlich wird ein Buchweizen-Lektin sogar experimentell wegen möglicher anticancer-Effekte untersucht.

Lektine in der Küche – wie stark sie durch Zubereitung reduziert werden

Lektine wie WGA (Wheat Germ Agglutinin) sind relativ hitzestabile Proteine, die herkömmliches Kochen oder Backen teilweise überstehen. Dennoch lässt sich ihre Aktivität durch gezielte Zubereitung deutlich reduzieren – je nach Methode:

ZubereitungsmethodeWirkung auf Lektine
EinweichenSpült wasserlösliche Lektine teilweise aus, reduziert WGA nur gering
Kochen in Wasser (z. B. Pasta)Reduziert Lektinaktivität deutlich; zusätzlich Auswaschung ins Kochwasser
BackenTrockene Hitze reduziert Lektine teils unzureichend; abhängig von Dauer & Feuchtigkeit
Druckgaren / SchnellkochtopfInaktiviert Lektine besonders zuverlässig; ideal bei Hülsenfrüchten & Getreide
Keimen & SprossenbildungAktiviert körnereigene Enzyme, baut Lektine effektiv ab (bei längerer Keimung)
Fermentation (z. B. Sauerteig)Sehr effektiv durch enzymatischen Abbau via Milchsäurebakterien

Fazit zum Thema Lektine im Getreide

Lektine sind in Getreide und Pseudogetreide enthalten, wirken aber unterschiedlich. Das Weizenlektin WGA kann in höheren Mengen Darm und Immunsystem reizen, ist bei normalem Verzehr jedoch meist unproblematisch. Gekochte Teigwaren enthalten kaum noch aktive WGA-Reste – ein Teil wird durch Hitze inaktiviert, ein weiterer ins Kochwasser abgegeben und beim Abgießen entfernt. Pseudogetreide enthalten kein WGA und gelten als gut verträglich, sofern sie gewaschen, gekocht oder fermentiert werden. Auch ihre Antinährstoffe (z. B. Saponine in Quinoa) lassen sich leicht reduzieren. Für die meisten sind sie gut bekömmlich – bei Sensibilität helfen Einweichen, Keimen oder Druckgaren.

Gluten – Klebereiweiß und Zöliakie

Gluten ist ein Proteingemisch, das in Weizen, Roggen, Gerste (und Verwandten wie Dinkel) vorkommt. Es besteht vor allem aus Gliadinen und Gluteninen, die beim Teigkneten ein elastisches Netzwerk bilden und für die Backfähigkeit verantwortlich sind. Aus ernährungsphysiologischer Sicht wäre Gluten ein normales Pflanzeneiweiß – wäre da nicht Zöliakie.

Autoimmunkrankheit Zöliakie und Gluten

Zöliakie ist eine Autoimmunerkrankung, bei der schon kleinste Mengen Gluten eine Entzündungsreaktion der Dünndarmschleimhaut auslösen. Etwa 1% der Bevölkerung ist betroffen. Das Immunsystem erkennt bestimmte Fragmente der Gliadin-Proteine als Feind und greift körpereigenes Gewebe an, was zu Zottenabbau im Darm und schweren Nährstoffaufnahme-Störungen führt. Symptome sind chronische Durchfälle, Schmerzen, Mangelerscheinungen – unbehandelt eine ernsthafte Krankheit. Die einzige Therapie besteht in strikter lebenslanger glutenfreier Diät.

Hier kommen Pseudogetreide ins Spiel: Buchweizen, Quinoa, Amaranth sind von Natur aus glutenfrei und daher sehr wertvoll für Zöliakie-Patienten. Sie ermöglichen eine Ernährung, die ähnlich vielseitig ist wie mit Getreide, aber ohne das schädliche Gluten. Buchweizen etwa wird traditionell in vielen glutenfreien Produkten eingesetzt und gilt als ideale Getreide-Alternative bei Zöliakie. In Studien konnten glutenfreie Brote deutlich an Nährwert gewinnen, wenn man einen Teil des üblichen glutenfreien Stärkemehls (z.B. Reis- oder Maisstärke) durch Pseudogetreidemehl ersetzt – Protein-, Mineral- und Ballaststoffgehalt stiegen, die Brote wurden insgesamt gesünder. Pseudogetreide helfen also, die oft nutritiv schwache glutenfreie Kost aufzuwerten.

Gibt es eine Glutensensitivität? 

Für die meisten gesunden Menschen gilt Gluten nach aktueller Studienlage als nicht schädlichsofern es vertragen wird. Die oft zitierten gesundheitlichen Vorteile von glutenhaltigen Vollkornprodukten (wie Weizen, Roggen oder Gerste) beruhen nicht auf dem Gluten, sondern auf ihrem hohen Ballaststoffgehalt sowie weiteren Begleitstoffen. Große Bevölkerungsstudien zeigen z. B., dass 30 g Vollkorn täglich das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen um rund 6 % und die Gesamtmortalität um 5 % senken können.

Doch nicht jeder verträgt glutenhaltige Produkte gut. Der renommierte Forscher Alessio Fasano beschreibt neben Zöliakie und Weizenallergie die sogenannte Nicht-Zöliakie-Glutensensitivität (NCGS) – eine Reaktion auf Gluten ohne autoimmune oder allergische Ursachen. Typische Symptome sind Blähungen, Müdigkeit, Kopfschmerzen oder Hautprobleme. Zwar fehlen bisher klare Laborparameter für die Diagnose, doch klinisch scheint NCGS real zu sein. Es gibt erste Hinweise auf eine Beteiligung des angeborenen Immunsystems, aber ohne die Darmzerstörung, wie sie bei Zöliakie vorkommt.

Abzugrenzen ist dies von der Weizenallergie, einer klassischen IgE-vermittelten Sofortreaktion mit teils schweren körperlichen Symptomen. Auch diese ist nicht mit Glutensensitivität gleichzusetzen.

Ein möglicher Grund, warum manche Menschen auf Weizen reagieren, ist nicht das Gluten, sondern andere Bestandteile – vor allem die sogenannten FODMAPs. Das sind fermentierbare, schlecht resorbierbare Kohlenhydrate, die im Dickdarm schnell von Bakterien vergoren werden und dabei Gase und Wasser binden. Das kann bei empfindlichen Personen zu Blähungen, Druckgefühl und Verdauungsbeschwerden führen – selbst ohne echte Unverträglichkeit.

Pseudogetreide wie Quinoa, Amaranth oder Buchweizen bieten hier eine reizfreie Alternative: Sie enthalten kein Gluten, deutlich weniger FODMAPs und sind oft besser verträglich – bei gleichzeitig hohem Nährwert und vielseitiger Verwendbarkeit.

Mykotoxine und Schimmel: Wie groß ist die Gefahr?

Ein oft unterschätztes Risiko bei Getreideprodukten ist die Schimmelpilz-Belastung. Getreide kann bereits auf dem Feld oder bei der Lagerung von Pilzen befallen werden, die Mykotoxine (Pilzgifte) wie Aflatoxine (v. a. in Mais durch Aspergillus) oder Fusarium-Toxine wie DON und Zearalenon (v. a. in Weizen, Gerste, Roggen) produzieren. Diese Substanzen gelten als krebserregend, leber- und immunschädigend, weshalb es gesetzliche Grenzwerte gibt.

Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa und Amaranth scheinen laut bisherigen Studien seltener und schwächer belastet zu sein. Ein Review zeigte durchgehend niedrigere Mykotoxin-Werte als in klassischen Getreideproben. In Buchweizen wurden z. B. maximal 1,79 µg/kg Ochratoxin A und 580 µg/kg DON gemessen – Werte, die unterhalb der Spitzenbelastungen von Weizen (>1000 µg/kg) liegen. Man muss jedoch betonen: Pseudogetreide sind noch wenig erforscht, und ihre geringere Anbaufläche senkt möglicherweise allein die Exposition.

Warum weniger Schimmel? Sekundäre Pflanzenstoffe wie Tannine (z. B. in der Buchweizenschale) könnten antifungal wirken. Zudem wachsen Pseudogetreide oft in Regionen mit geringerem Pilzdruck oder ohne intensiven Fungizideinsatz. Die bisherigen Daten deuten auf ein geringeres Risiko hin – mehr Forschung ist dennoch nötig.

Schimmelproblematik im Haushalt: Egal ob Weizenmehl oder Quinoamehl – bei falscher Lagerung kann jedes Produkt verschimmeln. Pseudogetreide haben keinen magischen Schutz; wenn Quinoamehl lange warm-feucht steht, wächst auch darin Schimmel. Entscheidend ist also gute Lagerung (kühl, trocken) für alle Körner.

Vollkorn vs. Auszugsmehl: Ein wichtiger Unterschied

Unabhängig davon, ob wir über Weizen oder Buchweizen reden – ein grundlegender Gesundheitsfaktor ist, ob wir das volle Korn essen oder nur den weißen Mehlkörper. Vollkorn bedeutet, dass alle Bestandteile des Korns vermahlen/verarbeitet werden: der stärkehaltige Mehlkörper, der öl- und proteinreiche Keim und die faserige Kleie (Schale). In diesen äußeren Schichten stecken ein Großteil der Ballaststoffe, Vitamine (B-Vitamine, Vitamin E) und Mineralstoffe. Auszugsmehl (weißer Mehltyp) enthält dagegen hauptsächlich den Mehlkörper (Stärke + etwas Eiweiß), während Keim und Kleie entfernt wurden.

Für die Gesundheit liefert Vollkorn klare Vorteile: Zahlreiche Studien zeigen, dass der Verzehr von Vollkorn (im Gegensatz zu stark ausgemahlenen Produkten) mit geringerem Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Typ-2-Diabetes, Übergewicht und einigen Krebsarten einhergeht. Vollkornprodukte sättigen besser, führen zu einem moderateren Blutzuckeranstieg (niedrigerer glykämischer Index) und unterstützen die Darmgesundheit durch ihre Ballaststoffe. Beispielsweise kam eine systematische Übersicht zu dem Schluss: Wer mehr Vollkorn isst, lebt länger – das Risiko für Herzinfarkt, Schlaganfall und Gesamtsterblichkeit sinkt signifikant im Vergleich zu Menschen, die überwiegend weiße Mehle konsumieren. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt daher mindestens 30g Ballaststoffe pro Tag, bevorzugt aus Vollkorn.

Auszugsmehle (weißes Weizenmehl Type 405 oder auch polierter Reis, Maizena etc.) liefern hingegen „leere Kalorien“ – viel Stärke, etwas Protein, aber kaum Mikronährstoffe oder Ballaststoffe. Sie treiben den Blutzucker schnell hoch und tragen wenig zur Sättigung bei. Ein hoher Konsum von Weißmehlprodukten kann langfristig zu Übergewicht und begünstigtem Diabetesrisiko beitragen, wie prospektive Studien zeigen. In einer aktuellen Analyse war hohe Zufuhr von raffinierten Getreiden mit einer erhöhten Gesamtsterblichkeit assoziiert, während Vollkorn-Zufuhr schützend wirkte.

Was bedeutet das für unseren Vergleich? Sowohl Weizen als auch Buchweizen entfalten ihr Gesundheits­potenzial erst in der Vollkornvariante. Ein helles glutenfreies Quinoa-Toastbrot ist vermutlich weniger nährstoffreich als ein kräftiges Vollkornroggenbrot – trotz „Pseudogetreide“. Der Vorteil: Pseudogetreide werden fast ausschließlich als Vollkorn angeboten. Buchweizen kommt meist ungeschält, Quinoa und Amaranth behalten durch ihre kleinen Körner ohnehin den Mehlkörper. Man bekommt also automatisch die Nährstoffdichte – samt eventueller Antinährstoffe (wie oben beschrieben).

Bei Getreide besteht mehr Auswahl: Weiß- oder Vollkornbrot? Für die Gesundheit bringt der Umstieg auf Vollkornweizen oft mehr als der Wechsel auf weißes Buchweizenmehl. Idealerweise kombiniert man beides – etwa in einem Buchweizen-Vollkornbrot. Entscheidend ist der Verarbeitungsgrad: Vollkorn enthält zwar mehr Phytat und Lektine – aber auch deutlich mehr Nährstoffe, die diesen Nachteil aufwiegen.

Performance-Aspekt “Kohlenhydrate”

Schnell oder stabil – was bringt mehr? Vollkornprodukte liefern komplexe Kohlenhydrate, die langsamer ins Blut gehen und den Blutzuckerspiegel konstanter halten. Das sorgt für stabilere Energie, bessere Konzentration und weniger Leistungstiefs im Alltag. Gleichzeitig bringen sie wertvolle Ballaststoffe und Mikronährstoffe mit, die den Stoffwechsel und die Regeneration unterstützen.

Im Gegensatz dazu liefern Weißmehlprodukte oder stark verarbeitete Getreideformen schnell verfügbare Energie – nützlich in bestimmten Situationen (z. B. bei akuten Leistungsspitzen oder nach intensiver Belastung), aber im Alltag oft Ursache für Energie-Hochs mit folgendem Abfall.

Auch für Sportlich-Aktive gilt: Komplexe Kohlenhydrate bringen in der Basis mehr als ständiger „Fast Fuel“. Kurze Energiekicks haben ihren Platz – aber idealerweise gezielt rund ums Training eingesetzt.

Fazit: Weizen oder Buchweizen – was ist nun gesünder?

Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa und Amaranth punkten im Vergleich mit klassischem Getreide durch eine höhere Nährstoffdichte, mehr hochwertige Proteine und bioaktive Pflanzenstoffe. Sie sind von Natur aus glutenfrei und daher für Menschen mit Zöliakie unverzichtbar. Auch für Menschen mit einer Weizenallergie oder für jene, die empfindlich auf Gluten oder andere Weizenbestandteile reagieren, sind Pseudogetreide sehr vorteilhaft. Auch die tendenziell geringere Belastung mit Mykotoxinen ist ein Vorteil – ebenso wie der meist niedrigere glykämische Index. Das macht Pseudogetreide besonders interessant für Menschen mit empfindlicher Verdauung, metabolischen Problemen oder hohem Anspruch an die Ernährung.

Ist Weizen deshalb ungesund? – Nicht unbedingt, solange es sich um Vollkornprodukte handelt und keine Glutenunverträglichkeit besteht. Vollkornweizen liefert Ballaststoffe, B-Vitamine und Mineralstoffe und ist in Studien mit einem geringeren Risiko für chronische Erkrankungen assoziiert. Dennoch: Gluten kann bei vielen Menschen Beschwerden auslösen – nicht nur bei Zöliakie, sondern auch bei nicht-zöliakischer Glutensensitivität. Auch wenn dieses Thema in der Welt der Wissenschaft noch diskutiert wird. Zudem wird WGA, das Weizenlektin, mit entzündlichen Prozessen und erhöhter Darmpermeabilität in Verbindung gebracht – zumindest bei empfindlichen Personen.

Pseudogetreide umgehen diese Risiken: kein Gluten, kein WGA, mehr Mikronährstoffe wie Magnesium (wichtig für Muskeln, Energie und Stressresistenz) und mehr entzündungshemmende Pflanzenstoffe. Für Biohacker oder gesundheitsbewusste Esser lohnt sich der regelmäßige Griff zu Quinoa-Salat, Buchweizen-Porridge oder Amaranth-Brot.

TL;DR – Pseudogetreide vs. Getreide im Vergleich 

Hier ein kompakter Überblick über Weizen, Buchweizen, Quinoa & Co – für alle, die wenig Zeit haben, aber die wichtigsten Unterschiede schnell erfassen möchten.

KriteriumPseudogetreide (Buchweizen, Quinoa, Amaranth)Getreide (Weizen, Roggen, Gerste etc.)
Botanik & VerwendungBotanisch kein echtes Getreide, aber ähnlich verwendbar; glutenfrei.Botanisch echtes Getreide; enthält Gluten.
NährstoffgehaltMehr Proteine (mit allen essenziellen Aminosäuren), mehr Ballaststoffe, mehr ungesättigte Fettsäuren, mehr Mineralstoffe.Enthält ebenfalls viele Nährstoffe, aber teils weniger Mineralien & Proteine. Meist geringerer Mikronährstoffgehalt als Pseudogetreide.
AntinährstoffePhytinsäure vorhanden, aber kein WGA. Antinährstoffe gelten als bekömmlicher, vor allem nach Spülen, Keimen, Kochen.Phytinsäure und WGA enthalten – kann bei empfindlichen Personen problematisch sein.
Gluten & VerträglichkeitGlutenfrei – ideal bei Zöliakie und bei Sensitivität. Gilt als gut verträglich.Glutenhaltig – nicht geeignet bei Zöliakie oder Sensitivität, aber für Gesunde unproblematisch.
MykotoxineWeniger belastet laut Studien; antifungale Stoffe und kleiner Anbaumaßstab.Höhere Belastung mit Mykotoxinen möglich, abhängig von Lagerung und Anbau.
Vollkorn vs. AuszugsmehlFast immer als Vollkorn verkauft; automatisch nährstoffreich.Vorteile nur bei echter Vollkorn-Variante – Weißmehl deutlich nährstoffärmer.
FazitSehr gute Ergänzung zu klassischem Getreide – nährstoffreich, glutenfrei, gut verträglich.Als Vollkorn wertvoll – aber mit möglichen Nachteilen für Empfindliche.

Was dich auch interessieren könnte: 

Schlauer Zucker – Versorgt er wirklich unser Gehirn mit mehr Energie?

Verdauungsprobleme – Sie können deine Energie und Wohlbefinden weitreichend beeinflussen

Quellen: 

  1. FAO/WHO. (2004). Mycotoxins in food. Microbiological Risk Assessment Series 6. https://openknowledge.fao.org/server/api/core/bitstreams/386242c8-5184-4ec0-8ff4-431dd6ad7cd6/content
  1. EFSA Panel on Contaminants in the Food Chain (CONTAM). (2013). Scientific Opinion on risks for animal and public health related to the presence of T-2 and HT-2 toxin in food and feed. EFSA Journal, 11(12), 3262.

https://efsa.onlinelibrary.wiley.com/doi/10.2903/j.efsa.2013.3262

  1. Boukid, F. (2021). Focusing on Gluten-Free Diet: A New Perspective for Nutritional Management of Celiac Disease. Food Reviews International, 37(2), 147–166.
  2. Fasano, A., Sapone, A., Zevallos, V., & Schuppan, D. (2015). Nonceliac gluten sensitivity. Gastroenterology, 148(6), 1195–1204.
  3. Delcour, J. A., & Hoseney, R. C. (2010). Principles of Cereal Science and Technology.
  4. Rizzello, C. G., Nionelli, L., Coda, R., & Gobbetti, M. (2016). Use of sourdough made with quinoa flour and autochthonous lactic acid bacteria for enhancing the nutritional, textural and sensory features of gluten‑free bread. Food Microbiology, 56, 1–13.
  5. Lopez HW, Krespine V, Guy C, Messager A, Demigne C, Remesy C. Prolonged fermentation of whole wheat sourdough reduces phytate level and increases soluble magnesium. J Agric Food Chem. 2001 May;49(5):2657-62. doi: 10.1021/jf001255z. PMID: 11368651.
  6. Khakimov, B., Bak, S. & Engelsen, S. B. (2014). High‑throughput cereal metabolomics: current analytical technologies, challenges and perspectives. Journal of Cereal Science, 59(3), 393–418.
  7. Alvarez-Jubete L, Arendt EK, Gallagher E. Nutritive value and chemical composition of pseudocereals as gluten-free ingredients. Int J Food Sci Nutr. 2009;60 Suppl 4:240-57. doi: 10.1080/09637480902950597. PMID: 19462323.
  8. Saturni, L., Ferretti, G., & Bacchetti, T. (2010). The gluten-free diet: safety and nutritional quality. Nutrients, 2(1), 16–34.
  9. Biesiekierski, J. R., et al. (2013). No effects of gluten in patients with self-reported non-celiac gluten sensitivity after dietary reduction of fermentable, poorly absorbed, short-chain carbohydrates. Gastroenterology, 145(2), 320–328.e3.
  10. USDA FoodData Central. (2024). Nutritional composition of pseudocereals and cereals.
  11. Shahbaz M, Raza N, Islam M, Imran M, Ahmad I, Meyyazhagan A, Pushparaj K, Balasubramanian B, Park S, Rengasamy KRR, Gondal TA, El-Ghorab A, Abdelgawad MA, Ghoneim MM, Wan C. The nutraceutical properties and health benefits of pseudocereals: a comprehensive treatise. Crit Rev Food Sci Nutr. 2023;63(29):10217-10229. doi: 10.1080/10408398.2022.2071205. Epub 2022 May 13. PMID: 35549783.
  12. Codex Alimentarius. (2016). General Standard for Contaminants and Toxins in Food and Feed (CODEX STAN 193-1995).
  13. Shewry PR, Hey SJ. The contribution of wheat to human diet and health. Food Energy Secur. 2015 Oct;4(3):178-202. doi: 10.1002/fes3.64. Epub 2015 Aug 14. PMID: 27610232; PMCID: PMC4998136.
  14. Aune D, Keum N, Giovannucci E, Fadnes LT, Boffetta P, Greenwood DC, Tonstad S, Vatten LJ, Riboli E, Norat T. Whole grain consumption and risk of cardiovascular disease, cancer, and all cause and cause specific mortality: systematic review and dose-response meta-analysis of prospective studies. BMJ. 2016 Jun 14;353:i2716. doi: 10.1136/bmj.i2716. PMID: 27301975; PMCID: PMC4908315.
  15. Chen GC, Tong X, Xu JY, Han SF, Wan ZX, Qin JB, Qin LQ. Whole-grain intake and total, cardiovascular, and cancer mortality: a systematic review and meta-analysis of prospective studies. Am J Clin Nutr. 2016 Jul;104(1):164-72. doi: 10.3945/ajcn.115.122432. Epub 2016 May 25. PMID: 27225432.

Teilen:

Facebook
Twitter
Pinterest
LinkedIn