Wie Deine Persönlichkeit Deinen sportlichen und beruflichen Erfolg bestimmt! – Braverman Testing

“Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg!” sagt man. 

Aber ich sage, manchmal kann es sein, dass ein gewisses Vorhaben für eine Person schwer umsetzbar ist. Oder lass es mich anders formulieren, denn ich bin ja jemand der sagt “alles ist möglich”! 

Um ein Projekt umzusetzen oder ein Ziel zu erreichen, muss ich meine Persönlichkeit kennen. Und nein, damit meine ich nicht, dass Du weißt wie Du heißt und ob Du gerne Torte ist. Obwohl das schon wertvolle Indizien sind.

Was ich aber meine:

  • Wie sieht Deine genetische Disposition aus? 
  • Wie und durch was ist Dein Charakter und Dein Verhalten bestimmt?
  • Auf was sprichst Du an, was kannst Du nicht leiden oder kurz gesagt „wie tickst Du“?
  • Und am wichtigsten, wie bringt man Dich zum Erfolg?

Nehmen wir als Beispiel die Trainingsplanung: 

Da draussen gibt es unzählige verdammt gute Trainingspläne, wie HIT, Smolov, German Volumen, Triphasic, etc. Diese Pläne haben schon vielen vielen Menschen zum Erfolg verholfen, aber manche Sportler brechen diese tollen Pläne einfach ab. Sie kommen trotz Motivation nicht ins Training, sie haben einfach keine Lust. Sie haben keine Lust auf diesen Plan und versuchen etwas anderes. 

Der Coach ist erstaunt und denkt sich “komisch warum passiert mir sowas bei jedem 5. Athleten?” Der Plan ist doch echt gut! Wissenschaftlich und praktisch gesehen. So viele meiner Sportler hatten damit Erfolg.

Fakten und Vorlieben respektieren!

Es gibt Menschen die lieben: 

  • hohes Volumen / niedrige Intensität
  • niedriges Volumen / hohe Intensität
  • hohes Volumen / hohe Intensität
  • hohe Variation in der Planung 
  • niedrige Variation in der Planung
  • hartes Training wie Powerlifting, Weightlifting oder Strongman
  • Bodyweight-Training
  • Teamtraining
  • Einzeltraining
  • langes Ausdauertraining
  • spassiges Koordinationstraining
  • Funktionelles Fitnesstraining
  • Tanzen, Yoga, Klettern, Slackline,…
  • Usw usw. 

Manche von uns wissen ganz genau was sie wollen, was ihnen Spaß macht und womit sie Erfolg haben.

Aber es gibt Athleten, für die Kraft- und Konditionstraining nicht das täglich Brot sind und die ohne spezifische Kenntnis in ein Gym gehen. Und das ist der Großteil der Leute.   

Und es gibt Menschen, die haben keine Ahnung welches Training sie am liebsten machen, bzw. was langfristig zu ihnen passt, weil zum Beispiel die Erfahrung fehlt. 

Jetzt steht der Coach vor der Aufgabe seinen neuen Schützling kennen zu lernen und herauszufinden was zu ihm passt. Das kann eine Weile dauern und braucht vielleicht auch ein paar Anläufe…

Das Ende der Qual für Coach und Sportler

So, aber für dieses Problem gibt es tatsächlich eine Lösung! Und diese Lösung kommt aus der Psychologie. Da hat ein schlauer Mann namens Dr. Eric Braverman einen Persönlichkeitstest entwickelt.

Mit diesem kann man relativ rasch versteht wie die betroffene Person tickt. 

Ist jemand ein „alleine durch die Wand Typ“ oder eine Teamplayer? 

Dies kann man auch auf das Thema Training ummünzen. 

Also welche Trainingsmethoden am besten zur Person passen. Demnach gibt es den Persönlichkeitstypen mit sportlichen Neigungen!

Zum Beispiel:

Typ Kraftsportler

Typ Bodybuilder

Typ Ausdauer

Typ Teamsportler 

Typ Funsportler etc 

Ich werde in weiteren Beiträgen auf die Details dieses Test und seine spezifischen Ergebnisse bzw. seine Aussage zu den einzelnen Persönlichkeiten eingehen. 

Aber in diesem Beitrag möchte ich nur die Basics oder besser die Idee vermitteln. 

Was wird in diesem Test bestimmt? 

Der Braverman-Test ist nur ein Fragebogen, aus dem ein Profil entsteht. 

Ohne Bluttest oder gar Muskelbiopsie kann man die Eignung eines Menschen bestimmen. 

Durch eine Vielzahl von spezifischen Fragen entsteht ein Persönlichkeitsprofil. In vier verschiedenen Persönlichkeiten können wir uns wiederfinden.  

Laut Braverman lauten diese:

  • Dopamin Typ
  • Acetylcholin Typ
  • GABA Typ
  • Serotonin Typ

Wie man bereits sieht, sind diese nach Neurotransmittern benannt. Also kann man sagen, es entsteht ein Neurotransmitter Profil. 

Ich habe den Typen neue und einfacher zu merkende Namen gegeben, angepasst an ihre Eigenschaften: 

  • Powerman → Haupteigenschaft: Antriebsstärke
  • Sniper → Haupteigenschaft: Zielorientierung und Konzentration
  • Teamleader → Haupteigenschaft: gut in Gruppen integrierbar, stabil und ausdauernd
  • Player → Haupteigenschaft: Familiärer, spielerischer Typus 

Wichtig ist, wir alle sind in gewisser weise ein Mischtyp dieser vier Persönlichkeiten. Es gibt ausgeglichene Personen, aber auch Menschen mit einer starken Dominanz. 

Zum Beispiel sehr dopaminerge Personen.

Das hat natürlich Vor- und Nachteil. 

Vorteil dieses dominanten Powermans ist dass er seine gesamte Energie investiert, aber ihm wird auch relativ schnell langweilig. Also sollte man ihn nur kurz belasten. Aber dafür sehr hoch. Er liebt die Grenzerfahrung. 

Der dopaminerge Powerman liebt intensiven Kraftsport. Wenige Wiederholungen und hohes Gewicht sind ideal. Einen Gaba-Typen würde man mit so einer Methode abschrecken.

Im Profil ausgeglichene Personen kommen mit nahezu allem zurecht. Sie können leichter verschiedene Methoden oder Variable Trainingspläne verwenden. Zum Beispiel Kraft und Ausdauer mischen. Da sie keine absolute Dominanz haben. 

Aber dafür brennt in ihnen nicht dasselbe Feuer für „die eine Sache“. 

Wo liegen die sportlichen Stärken der verschiedenen Typen?

  • Powerman → Krafttraining im niedrigen Wiederholungsbereich 
    • Beispiel: Powerlifting, Weightlifting und Strongman
  • Sniper → Krafttraining im höheren Wiederholungsbereich und Kampfsport mit Zielorientierung 
    • Beispiel: Bodybuilding oder Boxen
  • Teamleader → Klarerweise Teamsport, aber auch Ausdauersport, oder die Kombination davon 
  • Player → Abwechslungsreiche spassige Sportarten, eher ohne Zielorientierung 

Aber! Nicht jeder Powerman kann 500 kg Kreuzheben und nicht jeder Sniper kann ein guter Bodybuilder werden, dazu gehört weit mehr als die psychologische Grundlage und das Interesse. Unser Körper muss hier mitspielen. Aber wir wissen zumindest, dass wir an diesen Sportarten rein theoretisch Spass haben können. 

Sportwissenschaftliche Grundlagen bleiben bestehen!

Wichtig ist aber zu verstehen, dass sportwissenschaftliche Grundlagen weiterhin ihren Bestand haben. Wenn Du willst, dass ein Muskel wächst und größer wird, dann musst Du Hypertrophie machen. Wenn Du Deine Grundlagenausdauer verbessern willst, dann musst Du Ausdauertraining machen. Auch wenn es Dir nicht gefällt und eigentlich nicht zu Deinem Typ passt. 

Jeden Tag dauerlaufen wird kein große Brust erzeugen, auch wenn es Dir als GABA/Teamleader Typ viel Spaß macht.

Und Bankdrücken verbessert die Ausdauer nicht wirklich maßgeblich, was der Powerman akzeptieren muss. 

Hier kommt dann aber die Kunst des Coachings ins Spiel. Wie gestalte ich ein Ausdauertraining für eine Sportler der klassisches Ausdauertraining hasst. 

Kann der Powerman 60 min. am Ergometer sitzen?

Theoretisch ja, aber wahrscheinlich sind Intervalle schlauer in seinem Fall. Hier kommt er mit mehr Freude zum Erfolg. 

Der Coach muss einen individuellen Plan erstellen, mit dem der Sportler Erfolge erzielt aber auch Freude bei der Umsetzung hat. 

In weiteren Beiträgen werde ich auf die einzelnen Typen noch weiter eingehen!

Dopaminerge Grüße 🙂

Richard Staudner

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